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Wie weiter mit dem Islam?

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Spätestens seit dem ter­ro­ris­ti­schen At­ten­tat auf die Re­dak­tion von Char­lie Hebdo in Paris ist klar, dass der ra­di­kale Islam eine ernst­hafte Be­dro­hung für die abendländische Kul­tur dar­stellt. Nicht nur Ame­rika ist Ziel sol­cher At­ta­cken, auch Eu­ropa ist mit­ten­drin. Doch wie sol­len die Bürger Eu­ro­pas damit um­ge­hen? Wie sol­len wir un­sere europäische Kul­tur ver­tei­di­gen?

Ob wütende Protestbewegungen wie PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) der richtige Weg sind, wage ich zu bezweifeln. Wichtig aber ist, dass wir diese Bewegungen ernst nehmen und nicht als ein paar Spinner abtun, wie das mehrere Linke und Grüne Politiker gemacht haben – auch in der Schweiz. Diese Politiker sollten sich vielmehr fragen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Auch die NSDAP war anfangs eine kleine Bewegung, die von allen Seiten belächelt, verunglimpft und nicht ernst genommen wurde. Wie dieses Kapitel schlussendlich ausging, wissen wir alle. Daraus müssen wir lernen und die Ängste der Bürger endlich ernst nehmen.

Falls wir kriegsähnliche Zustände in unserer Heimat vorfinden wollen, dann helfen uns Protestbewegungen wie PEGIDA. Doch wir wollen Frieden, Freiheit und gegenseitigen Respekt in Europa. Hierfür braucht es vor allem ein Umdenken des Islams. Ich kritisiere nicht den Islam an sich, aber ich kritisiere den buchstabengetreuen Glauben. In der heutigen Zeit darf es nicht vorkommen, dass die Sexualität tabuisiert wird – in keiner Gesellschaft und auch in keinem Glauben. Es darf nicht sein, dass Frauen zwangsverheiratet werden und ebenso wenig sind sogenannte Ehrenmorde zu tolerieren. Es darf nicht sein, dass sich einige islamische Extremisten durch Karikaturen zu Mord und Totschlag hingerissen fühlen und dabei auch noch glauben, dass sie eine gute Tat vollbringen. Es ist Zeit, dass wir beginnen zu differenzieren: Zu unterscheiden zwischen gewaltbereiten Fundamentalisten und gemässigten, fortschrittlichen Moslems.

Hiermit appelliere ich an alle freidenkenden Moslems in Europa: Distanziert euch von dem Ganzen und zeigt der Bevölkerung, dass ihr gemässigt, fortschrittlich und tolerant seid. Zeigt dem radikalen Islam die rote Karte und steht ein für Freiheit und gegenseitigen Respekt. Es sind genau diese Werte, die Europa so erfolgreich machen. Wir dürfen uns kein Beispiel nehmen an den Ländern, wo brennende Kirchen und verfolgte Christen an der Tagesordnung sind. Wir sind vorbildlicher als sie es sind; wir sind toleranter und fortschrittlicher. Das heisst jedoch nicht, dass wir unsere Kultur nicht verteidigen sollen. Wir dürfen nicht länger dem Islam nachgeben, der immer neue, noch unverschämtere Forderungen stellt (Sonderrechte in Schulen, Anpassung der Lehrpläne und Lehrbücher oder Landeskirche, um nur ein paar Beispiele zu nennen). Der Westen hat viel zu lange auf die Forderungen muslimischer Regierungschefs und Organisationen mit Appeasement geantwortet. Es ist Zeit, dass wir kompromisslos zu unseren westlichen Werten stehen. Dabei ist jeder Moslem, der bereit ist, unsere Kultur mitzutragen und unsere Regeln zu akzeptieren, herzlich willkommen. Zusammen müssen wir nun zeigen, dass solch feige Attacken auf unsere Grundrechte uns nur noch stärker machen.

Die Meinungsfreiheit ist das höchste Gut in unserer Gesellschaft und dieses gilt es, mit allen Mitteln zu verteidigen. Auch unsere Schweizer Werte dürfen nicht länger untergraben werden. Alle Personen, egal welchen Glaubens, sind in der Schweiz willkommen – solange sie sich an unsere Regeln halten. Dazu gehört auch eine minimale Anpassung an unsere Kultur. Alle Personen, die dies nicht können oder wollen, bitte ich, die Schweiz zu verlassen und wieder in die eigene Heimat zurückzukehren! Bedenkt jedoch, dass ihr dort vielleicht die Zustände vorfindet, vor denen ihr – notabene zurecht- geflüchtet seid.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(8 Stimmen)
Werner Nabulon sagte February 2015

Nicolas Odermatt, SVP,

Der "Islam" muss uns zeigen in welche Richtung er geht, wie er sich emanzipiert, usw, so dass wir vertrauen in den "Islam" haben können.

Wir reagieren nur mit Unverständnis und Angst, auf etwas was wir nicht verstehen können, ich persönlich nicht verstehen will, in dieser Form.


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50%
(14 Stimmen)
Muhammad Hanel sagte February 2015

Nun, kein schlechter Beginn für einen gemeinsamen Weg.
Ein bisschen Entwicklungshilfe braucht es noch - doch ob sie angenommen wird?

Beispiele:
​WIE soll der ISLAM umdenken. Menschen denken, nicht die Religion, oder?
Sich vom GANZEN distanzieren - ist nicht ein bisschen zuviel verlangt?
Meinungsfr​eiheit ist das HÖCHSTE GUT ... warum wird so gewaltig gegen andere Meinungen angegangen?
Fortschr​ittlich heisst automatisch tolerant - ist das nicht etwas ignorant?
Fundamenta​listisch heisst automatisch gewaltbereit - ist die Schweiz also fundamentalistisch, weil sie ein "gewaltbereites stehendes Heer" bereit hält? Waren nicht immer die "guten" Soldaten die FEINDE der "bösen" Soldaten zu allen Zeiten, auf allen Seiten?
Ist es wirklich GRUNDSÄTZLICH so falsch BUCHSTABENGETREU auszulegen ... die Verfassung, das Recht?

Also, wie gesagt, ein guter Anfang in Richtung DIFFERENZIERUNG.


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56%
(18 Stimmen)
Frank Wagner sagte February 2015

Freidenkende Moslems überall auf der Welt, und nicht nur die, selbst durchaus konservative Gläubige, distanzieren sich bereits vom gewalttätigen islamistischem Terror. Muslimische Länder nehmen an Angriffen auf den IS teil. Es braucht also keine Aufforderung zur Distanzierung von Ihnen, Herr Odermatt.

Gleichze​itig verstehe ich den immer tieferen Frust vieler Bürger muslimischer Staaten oder auch muslimischer Mitbürger in der Schweiz oder anderen europäischen Ländern über den permanenten und penetranten Rechtfertigungsdruck.​ Es gibt 1.6 Milliarden Muslime, unterschiedlichste Interpretationen, Glaubensschulen etc. ... warum werden von jedem einzelnen Musslim ständig Rechtfertigungen und Distanzierungen erwartet? Die Schweizer verstehen sich als christlich geprägt, die Verfassung beginnt mit "im Namen Gottes des Allmächtigen" ... spüren Schweizer einen Rechtfertigungsdruck wenn die "Lords Resistance Army" in Uganda Greueltaten begeht, oder die US-amerikanische "Army of God" Gewalt rechtfertigt um ihre Ziele umzusetzen?


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38%
(16 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte February 2015

Wir müssen uns auf die normale zivilisierte Welt besinnen. Dinge ansprechen, die uns als Zivilisation vereinen. Das Problem ist nicht nur in einer religiösen Richtung zu suchen. Schwarz-Weiss-Malerei​ schüren Missverständnisse. Beharren auf Traditionen, egal in welcher Richtung ebenso. Ich kann mit dieser schweizer Handörgeli-, Treichler-,Jodler- und Alphornmentalität auch nicht leben. Diese Richtung ist mir als Schweizer ebenso fremd, wie Kopftücher, Moscheen usw.

Wir leben in einem Rechtsstaat, wo Diskriminierung, in welche Richtung auch immer, verfolgt werden muss.

Zum Glück ist in der Schweiz kein Anschlag von Islamisten verübt worden. Wenn wir die Religion Islam als ganzes schlecht bezeichnen wollen, dann provizieren wir nur unnötig und wir sind ebenso im Fokus von Terroristen.

Die SVP bringt Schnellschüsse die nicht notwendig sind und auch nicht vorausschauend. Bei der Minarettinitiative habe ich mich der Stimme enthalten, weil ich katholisch bin und es ist nicht mein Bier über so etwas zu entscheiden. Was vor allem wichtig ist, dass Vorurteile gegenüber Anderstdenkenden schädlich ist. Auf diese Weise macht man auch keine Politik und die Anzahl persönlicher Feinde wachsen.


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63%
(19 Stimmen)
Bea Zbinden sagte February 2015

Pegida mit der NSDAP zu vergleichen ist nicht hinnehmbar. Pegida fordert das unsere Werte, unsere Gesetze eingehalten werden, nicht mehr länger dem Islam nachgeben, keine Sonderrecht unsw. wie Sie Herr Odermatt oben dargelegt haben. Die NSDAP vertrat keine dieser Werte. Wenn ,sollte man die NSDAP und den Islam vergleichen: Arier, nicht Arier Weltherrschaft, Muslime ,nicht Muslime Weltherrschaft. Kennen Sie die Forderungen der Pegida? Am 16.Februar sollte der erste Spaziergang der Pegida Schweiz stattfinden, der wie ich las verschoben wurde, aber sicher noch kommt.


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71%
(14 Stimmen)
beb rofa sagte February 2015

Herr Odermatt
leider hat es in der PEGIDA einige rechtsextreme Mitläufer. Ich finde es aber absolut nicht angebracht, diese Bewegung mit der NSDAP zu vergleichen. Langfristig werden die Moslems ein starke Macht in Europa. Die Moslems, ob angepasst oder nicht, werden ihre politischen Rechte wahrnehmen. Wie weit dann unser freiheitlich-liberale​s Gedankengut noch Platz hat, werden wir sehen. Wir sind ja schon daran, unsere Schulen an den Islamismus anzupassen.


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81%
(16 Stimmen)
Marc Zingg sagte February 2015

Herr Odermatt
Ich staune, dass ich einen so langen Artikel eines SVP-Parteimitglieds lesen kann und bis auf den letzten Satz grundsätzlich damit einverstanden bin und auch das Gefühl habe, dass sich da jemand sehr respektvoll mit dem Thema auseinandersetzt. Schade nur, dass das die Partei nicht auf die Reihe bekommt.
Ich möchte ergänzen, dass seit Paris, doch die einen oder anderen Modernen Muslime sich zu Modernen Werten bekennen und sich klar von den konservativen Kräften distanzieren.
Im letzten Satz sprechen sie von "notabene zurecht- geflüchtet sind. Wenn wir von echten Flüchtlingen sprechen, welche an Leib und Leben gefährdet sind, dann schaffen die das leider meist nicht bis zu uns und wenn doch, dann sind es sicher nicht die, welche Forderungen aufstellen. Die "schlimmsten" konservativen Muslime in Europa, aber auch anderswo, sind die Konvertiten. Ich erwähne auch den IZRS. Die sind die Muslimen, die all die Sonderregelungen fordern, welche tunlichst abzulehnen sind. Das sind Schweizer oder sogenannte "Wirtschaftsflüchtlin​ge". Die sind selten vor etwas "geflüchtet".


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