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Wir brauchen keine neue Nationalhymne!

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Der Schwei­zerp­salm ist ein Juwel der Dich­tung. Ge­schaf­fen vom pro­tes­tan­ti­schen Dich­ter LEON­HARD WID­MER und dem ka­tho­li­schen Kom­po­nis­ten AL­BE­RIK ZWYS­SIG ist er ein Sinn­bild für Ei­nig­keit, Ge­mein­sam­keit und Zusammengehörigkeit un­se­res Lan­des.

Bekanntlich will nun die selbstgefällige und politisch links gerichtete „Schweizerische gemeinnützige Gesellschaft“ SGG den Text der bestehenden Hymne ändern. Er sei nicht mehr „zeitgemäss“... Dieses Vorhaben der SGG hat in der ganzen Schweiz grossen Widerstand hervorgerufen. Nicht nur die Kirche und bürgerliche Kreise wehren sich gegen eine neue Hymne, sondern auch der höchster Schweizer, Nationalratspräsident​ RUEDI LUSTENBERGER ist absolut dagegen. Wörtlich sagt er in der Tageszeitung BLICK: „Die SGG hat einen überflüssigen Streit ausgelöst. Ich halte das für einen schlechten Dienst an der Eidgenossenschaft. Eine neue Hymne braucht es nicht. Man sollte diese Übung abbrechen“. Laut einer anschliessenden „BLICK-Umfrage“ vom 31. Juli 2014, sagen über 66% der Schweizerinnen und Schweizer NEIN zu einer neuen Hymne!

Können Sie sich vorstellen, dass die amerikanische Nationalhymne, die fast jedes Kind kennt, durch eine andere ersetzt wird? Oder die „kriegerische Marseillaise“, seit 1795 Nationalhymne Frankreichs? Denn die Nationalhymne als Staatssymbol ist ein wichtiger und beständiger Identifikationsfaktor​ für ein Land. Und sie ist ein Ausdruck für das Selbstbewusstsein eines eigenständigen Volkes!

In der Vergangenheit habe ich mich immer für eine bessere Würdigung der Nationalhymne eingesetzt. Bereits 2006 reichte ich im Grossen Rat des Kantons Luzern- und 2008 im Nationalrat entsprechende Vorstösse ein. Ich werde mich auch in Zukunft vehement für die Erhaltung der Nationalhymne in ihrer heutigen Form einsetzen!

Mehr zum Thema in meinem Buch: "ERFRISCHEND ANDERS" Orell-Füssli Verlag Zürich


Kommentare von Lesern zum Artikel

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100%
(3 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte August 2016

"Bekanntlich will nun die selbstgefällige und politisch links gerichtete „Schweizerische gemeinnützige Gesellschaft“ SGG den Text der bestehenden Hymne ändern. (...)"

Die SGG wird "bekanntlich" immer noch vor allem von Freisinnigen und Liberalen getragen. Das ebenfalls nicht sachbezogene Adjektiv "selbstgefällig" betrachte ich von einer Berufspolitikerin als nicht angemessen, Frau NR Estermann.

Die Frage, ob und allenfalls wie die Nationalhymne verändert werden soll, ist in "linken" wie in "rechten" Kreisen umstritten. Parteipolitisch spielt sie nur bei der SVP eine Rolle, weil seriöse Parteien wichtigere Probleme zu lösen haben.

Übrigens: Der Suchbegriff "Dr. med. Yvette Estermann" ergibt (nach Ihrer angeblichen Löschung des "Dr. med") bei Google immer noch 2210 Einträge. Da wäre für Sie seit vier Jahren mehr Handlungsbefarf als bei Fahnen und Hymnen ...


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0%
(2 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte July 2016

Ich hätte hier einen Textvorschlag, der besser zu der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft passt:
"Friede, Freude, Eierkuchen. Findest dus nicht, musst du suchen. Hier ein Körnlein für das Huhn, das blinde, das sich abmuhn. Mit zwei Pünkli drüber. Mit zwei Pünktli drüber."


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0%
(2 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte July 2016

Die SGG hat ja eine sehr zweifelhafte Geschichte. Man hatte da in den Dreissigerjahren den Zweck, in der Schweiz rassenhygienisches Gedankengut zu verbreiten. Die Bevölkerung sollte so auf das Nazireich vorbereitet werden.
Deshalb erstaunt es nicht, dass man mit einer neuen Hymne Zwiespalt sähen möchte. Doch statt Liedtexte zu übergewichten (musikalisch drückt der Schweizerpsalm ohnehin bereits Frieden, Ruhe und Erhabenheit aus wie der Alpenfirn und als Militärtrompeter habe ich ihn jedesmal gern gespielt), sollten die SGG-Leute besser Vergangenheitsbewälti​​gung machen. Ihre abgespaltene Tochter Pro Infirmis zum Beispiel agiert führungstechisch so, als ob der Einmarsch der Hitlertruppen unmittelbar bevorstünde. Dort wäre ein Engagement vielleicht zielführender.

Que​​lle: http://survivalsgein.​blogspot.ch/


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63%
(8 Stimmen)
Michael Schütz sagte November 2014

Klar, ich würde "I'can't get no satisfaction" von den Stones vorschlagen. Smoke on the Water von Deep Purpel würde an einer Olymiade auch gut tönen. Vielleicht auch "Spend me around"

IM ZUSAMMENHANG MIT DER EU und den USA und der Einwanderung wäre aber der "KIOSK" ich glaube von Polo Hofer die passende Nationalhyme :)


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29%
(17 Stimmen)
Peter Degiacomi sagte August 2014

Ich stimme Frau Estermann zu, dass eine rassige Hymne mit einem zeitgenössischen Text nicht gewechselt werden sollte. Aber es ist ja noch gar nicht so lange her, als unsere alte Nationalhymne "Rufst du mein Vaterland" durch "Trittst im Morgenrot daher" ersetzt wurde. Grund war damals die englische Hymne mit der gleichen Melodie.
Trotzdem erstaunt es mich, dass Frau Estermann nicht zur alten Hymne zurück will, hat sie doch einen sehr vaterländischen Text.
Mir persönlich gefallen beide nicht, weshalb ich sehr für eine neue Hymne wäre.




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58%
(19 Stimmen)
Andy Drummer sagte August 2014

Es ist schon interessant wie die SVP mit Ihren 27% immer der Meinung ist, dass sie das Volk vertreten und sich als die "echten" Schweizer verstehen. Zur Nationalhymne: Da kann ich ja die Argumentation von Frau Estermann einerseits verstehen. Jedoch soll Sie mir doch sagen, ob es wirklich Sinn macht eine Hymne mit einem Text zu haben, der nur eingeweihten Kreisen geläufig ist. Wenn Sie an der WM die Brasilianer gesehen haben. Sogar die Kleinsten konnten die Hymne auswendig. So muss es sein. Da frägt keiner ob dieser Text jetzt ein reformierter mit einem katholischen Pfarrer zusammen verfasst hat. Das ist so etwas von unwichtig, wenn der Text so oder so keiner auswendig kann und wenn doch, verstehen die meisten die komplizierten Satzgefüge überhaupt nicht. Andererseits muss ich auch wieder sagen, dass ich eigentlich froh bin, da ich immer die richtige Ausrede parat habe, wenn ich nicht mitsinge. Wenn die Hymne dann einen verständlichen Text hat, muss ich mir etwas Neues einfallen lassen......


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69%
(13 Stimmen)
Karl Scherler sagte August 2014

Es ist ein wenig gar kühn, von einer Blick-Umfrage auf die Meinung der Schweizerinnen und Schweizer zu schliessen...


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60%
(25 Stimmen)
Felix Heiniger sagte August 2014

nein - wir brauchen keine neue Nationalhymne. Man muss nicht unbedingt gläubig sein, um den Text der Hymne zu verstehen. Wir leben in einer christlichen Kultur und die darf sowohl in der Präambel der Bundesvergfassung als auch in der Hymne absolut zum Ausdruck kommen. Leider gibt es immer wieder - vor allem linke - Kreise, die irgendwas bestehendes ändern wollen. Unsere Nationalhymne steht für Kontinuität und Identifikation in und mit unserer Heimat!


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70%
(23 Stimmen)
Willi Sutter sagte August 2014

Ja und Nein finde ich.
Die Melodie ist perfekt, erhaben und leicht zu singen/spielen. Den Text sollte man aber schon einmal überdenken. Er ist ja "vaterländisch" und gottesfürchtig, das gefällt oder liegt sicher vielen Bürgerinnen und Bürger nicht. Wie wäre es wenn ein paar neue Strophen in etwas zeitgemässer Art dazu kreiert würden?


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58%
(24 Stimmen)
J. Wolf sagte August 2014

Irgendwie eine seltsame Argumentation:
Weil "das Volk" dagegen ist, sollen alle anderen auch dagegen sein.
Hmmm.... wenn "das Volk" ja onehin schon dagegen ist, dann muss man ja niemanden mehr überzeugen? Oder geht es einmal mehr darum, Andersdenkende einzuschüchtern (Achtung - das Ungewisse!), zu diskriminieren ("...die selbstgefällige und politisch links gerichtete „Schweizerische gemeinnützige Gesellschaft“ SGG...") und auszugrenzen ("„Die SGG hat einen überflüssigen Streit ausgelöst. Ich halte das für einen schlechten Dienst an der Eidgenossenschaft. ...“")?

Ich finde JA.

Und zudem wird durch eine derart unsachliche Vorgehensweise das Recht des Volkes beschnitten, sich eine eigene Meinung zu bilden über etwas, das noch gar nicht konkret vorliegt! Dieser Artikel ist klar KEIN Beitrag zur Meinungsbildung, da er kein einziges sachliches Argument enthält sondern lediglich Stimmungsmache.
Gera​de dieser Tage betont doch die SVP, dass man über alles nachdenken dürfe und dann dieser Aufruf zum Denkverbot?

Ach ja - und ein Werbeartikel für irgend ein komisches Buch ist es auch noch.

Schlechter Stil!



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71%
(17 Stimmen)
Regina Möckli sagte August 2014

Mitdenkendes, mitfühlendes, mitbestimmendes und mitsingendes Volk wohl unerwünscht? Lieber Autoren und Politiker huldigendes möglichst stummes doch kopfnickendes Verhalten erwünscht? Ist die Beschreibung der SGG als selbstgefällig eine Projektion des eigenen Verhaltens auf eine Gruppierung von Menschen und so anmassende Gleichsetzung? Macht Singen in Verehrung unseres Landes Spass im gemeinsamen Atmen als alleine Menschheit eines einenden und uns atmenden Bewusstsein, das wir frei, individuell und gemeinsam freud- und lustvoll ansingen dürfen?


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58%
(19 Stimmen)
Michael Meienhofer sagte August 2014

...was liegt denn sonst noch Wichttiges auf dem Karren ? Wenn die Politik dann übergeht, sich der Muse zu widmen, sollte eigentlich unser Politsystem àjour sein! Ja? Dann kännen wir unsere Politiker mit gutem gewissen abschaffen. Lasst den Nichtpolitiker die Noten für eine neue Hymne, wenn es schon sein muss, auslesen - die kommen nämlich "drus" , was man heute bei vielen Politikern bei ihren eigentlichen Chargen, nicht mehr sagen kann!Es gibt wichtigere politische Knoten zu lösen bevor man sich mit neuen Hymnen überschüttet.....


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23%
(30 Stimmen)
Robert Tobler sagte August 2014

Diese Hymne gehört endlich entsorgt. Wir leben im 21. Jahrhundert, in einem laizistischen Staat, da wirkt das Gefasel vom Beten und Gott im hehren Vaterland nur noch peinlich. Gilt übrigens auch für die Präambel zur Bundesverfassung.


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67%
(27 Stimmen)
- - sagte August 2014

"Wir brauchen keine neue Nationalhymne!"

"W​ir" sind das VOLKCH!


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60%
(20 Stimmen)
- - sagte August 2014

Hier ein Vorschlag in Ihrem Sinn, Frau Estermann: Pflegen wir doch unsere Kantonshymnen!

Kan​​​​​ton / Titel / Liedanfang

1 Aa​rg​​​​​​au / Ìm Aargöy sìnd zwöy Lièby / Ìm Aargöy sìnd zwöy Lièby
2 Appenzell-Au​​​​​​​sserrhoden / Landsgemeinedelied (Od​e an Gott) / Alles Leben strömt aus dir
3 Appenzell-Inne​​​​​​​rrhoden / Innerrhoderlied / Gang rüèf dè Bruunè!
4 Basel-Land​​​​​​ / Baselbieterlied / Vo Schöönèbuèch bìs Ammèl
5 Basel-Stadt /​ Baslerlied / Z Baasèl a mym Ryy
6 Bern / Bernermarsch / Träm träm trämtärydy
7 Fribour​​​​​​​g / Le ranz des vaches / Lèsch armajy di Koloñbété (Les armaillis de Colombète)
8 Genève / La chanson de l’Escalade / Cé qu'è lainô (Celui qui est en haut)
9 Glarus / Beresinalied / Unser Leben gleicht der Reise
9 Glarus / Schdèèts i Truurè muès i léébè / Schdèèts i Truurè muès i léébè
10 Graubünden /​ Buna notg / Che dutsch tramagl
11 Jura / La nouvelle Rauracienne / Du lac de Bienne aux portes de la France
12 Luzern / Luzernerlied / Heil dir, Stadt am Seegelände!
13 Neuch​​​​​​​âtel / Hymne neuchâtelois / Nous sommes les enfants heureux
14 Nidwalden​​​​​​​ / S Länderpüyrly / Dèr Rìgybärg ìsch éysy Wànd
15 Obwalden / Obwaldnerlied / Oh, mys liäbs Obwaldnèrländly
16 S​​​​​​​chaffhausen / Munotglöcklein / Auf des Munots altem Turme
17 Schwyz / Schwyzer Soldatenmarsch / (kein Text)
18 Solothurn / Solothurnerlied / Sìsch ìmmèr èsoo gsyy
19 St. Gallen / St. Galler Lied / Sanggalè ìsch mys Häymètland
20 Thurga​​​​​​​u / Thurgauerlied / O Thurgau, du Heimat
21 Ticino / La Filanda / Ticinesi son bravi soldati
22 Uri / Zogen am Boge / Zogèn am Bogä
23 Valais/Walli​​​​​​​s / Notre Valais ( Walliserhymne) / Quel est ce pays merveilleux
24 Vaud / Hymne vaudois / Vaudois, un nouveau jour se léve
25 Zug / Alter Zugermarsch / (ohne Text)
26 Zürich / Sechseläutenmarsch / (ohne Text)

© bei mir


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