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Wo bauen wir das nächste Kernkraftwerk?

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Man kann bei der Kern­ener­gie durch­aus ge­teil­ter Mei­nung sein: Man kann sie ab­leh­nen oder be­für­wor­ten – Nur ver­ant­wor­tungs­los​​​ naiv darf man damit nicht umgehen.

 

Wer die Energiestrategie ablehnen möchte soll das tun, muss sich aber mit dem Gedanken vertraut machen, dass er im Jahr 2050 folgenden betagten Jubilaren gegenüberstehen wird:

 

KKW Beznau 1: 91 Jährig

KKW Beznau 2: 89 Jährig

KKW Gösgen: 71 Jährig

KKW Leibstatt: 66 Jährig

Dies sind die Dienstjahre im Jahr 2050 ab der Inbetriebnahme (Baujahr datiert noch ein klein wenig vorher).

 

Keiner, der noch alle Tassen im Schrank hat, wird im 2050 all diese Atomreaktoren noch betreiben wollen. Wer das allen Ernstes vorschlagen will: Hand hoch - und ab auf den Planet der Affen.

 

Tatsächlich werden wir also eines oder mehrere KKWs neu bauen müssen. Alles andere ist Wunschdenken.

 

Wer die Energiestrategie rundweg ablehnen will, wird mir sagen müssen wo wir das/die neuen KKW‘s hinstellen sollen.

Mit der Standortsuche muss man frühzeitig beginnen: Die Erfahrung zeigt, dass Planung und Realisierung eines solchen Baus nicht rasch machbar sind…

 

Der Neubau und die Betriebskosten für die alten KKWs werden nicht winzig sein: Wer glaubt, der Status quo koste nichts - hat sich einen grossen und bösen Bären aufbinden lassen!

 

Zirka 2/3 der Kosten, welche die Gegner der Energiestrategie lauthals als Grund für eine kalte Dusche darstellen sind für alte Kraftwerke budgetiert. Vieles deutet darauf hin, das diese Kosten noch dank der Kernenergie massiv ansteigen werden (https://www.vimentis​​.ch/d/dialog/readart​i​cle/betrug-fuer-for​tg​eschrittene/). Ein Ablehnen der Energiestrategie ändert daran oder an der aktuellen Situation im europäischen Strommarkt rein gar nichts. Unsere KKWs können in der heutigen Marktlage ja nicht mal mehr verschenkt werden. 

 

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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54%
(13 Stimmen)
Hans Knall sagte April 2017

Die verkrampfte Panikmache gegenüber der Atomkraft und der Versuch, einen künstlich erzeugten Zeitdruck für deren gesetzliches Zukunftsverbot zu ventilieren, sind absolut fehl am Platz.

Wer die Kraft noch hat, entgegen dieser Weltrettungs- und Menschenlenkungs- Meinungswalze etwas zurückzustehen und sich die Sache mal ohne Filter ansieht, der hat kein Verständnis für dieses sozialistisch-ideolog​isch geprägte Energiegesetz.
Kein Land ausser Deutschland hat bisher eine solche „Energiewende“ zwangsbeschlossen. Und was dort an katastrophalen Folgen dieser Dogmatik bereits offensichtlich geworden ist, kann inzwischen überall gut dokumentiert nachvollzogen werden.

Dagegen forcieren aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China, Russland oder Indien nicht nur den Bau von inhärent sicheren Kernkraftwerken der neuesten Generation, im Osten wird auch eifrig an Brutreaktoren geforscht, die den Brennstoff mehrfach nutzen und damit lange strahlende Abfälle praktisch nicht mehr anfallen lassen. Weltweit befinden sich zurzeit 212 Atomkraftwerke in Planung oder im Bau.

Ob nun Windmühlen und Sonnenpanels tatsächlich eine Alternative sein werden, sollte nicht durch staatliche Ideologen entscheiden werden, sondern durch die freie Konkurrenz aller verfügbaren Technologien.

Das Energiegesetz ist unbrauchbar und verhindert ohne Not die Erforschung und Entwicklung zukunftsweisender Technologien zur Energiegewinnung. Auch deshalb: NEIN


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31%
(16 Stimmen)
adrian michel sagte April 2017

Für Untätigkeit und Träumerei bleibt keine Zeit mehr: Derzeit stehen Politik und Bevölkerung einfach tatenlos da und glauben, dass sich alles irgendwie selbst reguliert.

Wir müssen endlich entscheiden und handlungsfähig werden. Ohne Energiegesetz träumen wir lediglich weiter - bis uns der Sh*t um die Ohren fliegt oder (wirtschaftlich oder technisch) abkackt!

Ein bessseres Energiegesetzt werden wir bitte wann bekommen?
Dumm kucken und nichtstun ist der schnellste und sicherste Weg zur Energiekrise und der kalten Dusche!



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82%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte April 2017

Das es derzeit unrealistisch ist, das neue AKW's gebaut werden, bestreitet niemand.

Ob nun mit oder ohne Energiegesetz, dass AKW's derzeit nicht möglich sind, weiss jeder.

Das irgendwann die AKW's abgeschaltet werden müssen, ist auch klar. Niemand hat vor, die AKW's solange laufen zu lassen, bis ein Reaktorunfall nur eine Frage der Zeit ist.

Das ENSI agiert nicht parteipolitisch, sondern nur was die technischen Messdaten hergeben. So wie es ein sollte.

Selbst ein Nein-Sager zum Energiegesetz wird hier zustimmen.



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75%
(12 Stimmen)
Hermann Scheuber sagte April 2017

Ablaufdaten: Bauernhäuser existieren noch nach 700 Jahren; wie ist das möglich?
Windmühlen und Rohre rosten infolge Witterung nach 15 Jahren;
Glasscherben gibt es aus PV nach Hagel, Erdbeben und Unachtsamkeit
Ein AKW besteht aus Reaktor in Reaktorkugel, Containment, Kühlturm und Steuerzentrale. Wahrscheinlich muss zuerst der Reaktor ersetzt werden, aber kaum vor 60 Jahren (= 4* 15 Jahre)
der an Kühlung gebundene Uran-Reaktor muss also einfach durch einen kühlfreien Thorium-Reaktor ersetzt werden, was das PSI eigentlich hätte forschen sollen. So weit konnte die Wissenschaft schon vor
20 Jahren voraussehen. Quintessenz: die stärkste Energie, die Kernenergie bleibt; ersetzt wird einzig das kriegstauglichere URAN durch THORIUM. Ein NEUES AKW braucht es gar nicht, nur ein ANDERES!


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80%
(15 Stimmen)
Martin Maletinsky sagte April 2017

Der Autor stellt es so dar, als würden die einzigen Alternativen in einer Annahme der Energiestrategie oder einem Weiterbetrieb der bestehenden AKWs bis 2050 oder einem AKW Neubau bestehen.

Dabei wird Annahme oder Ablehnung des Energiegesetzes an der weiteren Betriebsdauer der bestehenden AKWs nichts ändern. Diese werden (gemäss Volksentscheid vom 27.11.2016) so lange weiterlaufen, wie es das ENSI als sicher und der Betreiber als rentabel einstufen. Dies wird ziemlich sicher nicht bis 2050 sein, mit oder ohne Energiegesetz.

Neu​e AKWs werden in der Schweiz ebenfalls unabhängig vom Energiegesetz keine mehr gebaut. Einerseits hat an einem solchen Neubau schon aus wirtschaftlichen Gründen niemand Interesse, anderseits würde jeder solche Neubau bereits nach geltendem Gesetz dem fakultativen Referendum unterstehen (und an der Urne wohl abgelehnt).

Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, wie denn der Strom produziert wird, wenn die bestehenden AKWs einmal vom Netz gehen. Die Antwort darauf bereitet das BFE bereits vor, versucht dies aber möglichst der öffentlichen Aufmerksamkeit zu entziehen. Die Antwort werden Gaskombikraftwerke sein und zwar ebenfalls unabhängig von einer Annahme oder Ablehnung des Energiegesetzes am 21. Mai.

Das Energiegesetz wird lediglich beeinflussen ob neben die Gaskombikraftwerke zur Reinwaschung unseres ökologischen Karmas noch einige sehr teure und weitgehend sinnlose Wind- und Solaranlagen als ökologisches Deckmäntelchen in die Landschaft gestellt werden und es wird weiter beeinflussen, ob den Bürgern eine Halbierung des Energikonsums und die damit einhergehenden Lenkungs- und Ueberwachungsmassnahm​en aufgezwungen werden.


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22%
(9 Stimmen)
adrian michel sagte April 2017

Lieber Herr Maletinsky
Fakt ist derzeit: Das ENSI hat die Betriebsdauer beispielsweise von Mühlerberg auf unbestimmte Zeit verlängert.
Ebenfalls richtig ist, dass Kreise aus der Wirtschaft den Austieg vom Ausstieg anstreben.

Sofern die Pläne einiger Energiebetriebe aufgehen, würden Bund und Kantone für alle Risiken des Energiemarktes aufkommen - und damit Energiemarkt derart verfälschen, dass auch Atomenergie plötzlich für einige Kreise wieder wirtschaftlich werden kann (Hier zum Beispiel: http://www.tagesanzei​ger.ch/schweiz/standa​rd/wie-die-wasserkraf​t-aufgepaeppelt-werde​n-soll/story/31806008​)

Sie Situation kann sich jederzeit wieder ändern: Der Ausstieg steht also keineswegs fest!
Neubau, Weiterbetrieb (was der Himmel verhüten möge) oder ein klarer Ausstieg: Exakt das steht zur Debatte.


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86%
(7 Stimmen)
Martin Maletinsky sagte April 2017

Die Situation kann sich natürlich ändern, aber ebenso könnte das Verbot eines AKW Neubaus wieder aus dem Gesetz gekippt werden, sollte sich die wirtschaftliche und/oder politische Grosswetterlage ändern. Insofern bringt das Verbot nichts, weil de facto heute ohnehin keine AKWs gebaut werden (und in Zukunft alles möglichen Aenderungen unterliegt).

Was Stillegung vs. Weiterbetrieb betrifft, wird das Energiegesetz auch daran nichts ändern, da unabhängig vom Entscheid am 21. Mai die bestehenden AKWs unbefristet weiterlaufen, solange das ENSI dies für sicher und der Betreiber es für rentabel erachtet. Sie erwähnen das Beispiel Mühleberg - da hat der Betreiber es nicht mehr für rentabel betrachtet die notwendigen Investitionen vorzunehmen und deshalb eine Stillegung beschlossen, wäre das Energiegesetz in Kraft gewesen wäre dies nicht anders verlaufen.

Fazit, das Energiegesetz ändert bezüglich der von Ihnen erwähnten Debatte Neubau, Weiterbetrieb oder klarer Ausstieg nichts (der klare Ausstieg wurde am 27.11.2016 an der Urne verworfen).


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38%
(8 Stimmen)
adrian michel sagte April 2017

Lieber Herr Maletinsky

Im Kernenergiegesetz (Art. 12, bitte nachlesen) soll neu stehen: Wer ein KKW betreibt, neu oder umbauen will benötigt dazu zwingend die Bewilligung des Bundesrats. Und der Bundesrat darf keine neuen Bewilligungen erteilen. Damit steht der Austieg erstmals in der Verfassung.

Dieses​​ Startsignal zum Ausstieg ist dringend nötig: Derzeit stehen Politik und Bevölkerung tatenlos da und glauben, dass sich alles irgendwie selbst reguliert (Kucken Sie sich beispielsweise die Kommentare des Posts an...)

Soll der Ausstieg gelingen, so muss man sich schon etwas anstrengen um die Enregiezukunft zu sichern: Fehlt eine Enerrgiequelle, so müssen neue erschlossen oder der Verbrauch gesenkt werden. Dazu muss der Bund reaktionsfähig werden und die nötigen Werkzeuge zur Verfügung haben.

Logisch eigentlich. Genau das bringt das Enregiegesetz.


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83%
(6 Stimmen)
Martin Maletinsky sagte April 2017

Lieber Herr Michel,

Das Verbot neuer Kernkraftwerke hat aber reinen Symbolcharakter. Wie ich im vorangehenden Kommentar versucht habe darzulegen, werden nähmlich in der Schweiz ohnehin keine neuen AKWs mehr gebaut - mit oder ohne Energiegesetz.

Man​ mag das Verbot im Gesetz als (symbolisches) Startsignal zum Ausstieg sehen - allein ich bin nicht willens der Symbolik wegen die ganzen Kröten zu schlucken, die im Energiegesetz verpackt sind (Landschaftsverschand​lung, Konsumeinschränkungen​, Ermächtigung zur Ueberwachung meines Privatlebens, massive Mehrkosten, ...).

Recht haben Sie natürlich mit Ihrer Aussage, dass die Stromproduktion der bestehenden AKWs ersetzt werden muss, wenn ENSI oder Betreiber einmal beschliessen diese stillzulegen (oder dass entsprechend der Verbrauch gesenkt werden muss).

Zu drakonischen Komforteinbussen aufgrund von Verbrauchssenkungen (Halbierung des Energiekonsums) bin ich ehrlich gesagt nicht bereit. Der pro-Kopf Verbrauch wird sicher durch technologischen Fortschritt (Energieeffizienz) im Lauf der Zeit sinken, um wieviel weiss aber niemand und was die technologische Entwicklung nicht schafft, werden wir dann mit entsprechenden Komforteinbussen kompensieren müssen. Ein guter Teil des gesenkten pro-Kopf Verbrauches wird voraussichtlich auch gleich wieder durch ein entsprechendes Bevölkerungswachstum wettgemacht (was der Bundesrat beim Entwurf der Energiestrategie nicht berücksichtigt hat).

Die einzige alternative Energiequelle die nach heutigem Technologistand die AKWs wird ersetzen können sind Gaskombikraftwerke (oder Kohlekraftwerke, die aber ökologisch noch bedenklicher werden). Entsprechend ist das BFE auch bereits dabei, den Bau von Gaskombikraftwerken zu planen, auch wenn versucht wird diese Planung der öffentlichen Aufmerksamkeit zu entziehen.

Mit oder ohne Energiegesetz wird der Ausstieg aus der Atomkraft somit genau gleich verlaufen: Irgendwann entscheidet ENSI oder Betreiber eines der grösseren AKWs stillzulegen und dann wird der Bau eines Gaskombikraftwerkes in Angriff genommen um dieses zu ersetzen.
Das Energiegesetz führt lediglich dazu,
- dass wir viel Geld ausgeben müssen um zur Beruhigung des ökologischen Gewissens massenhaft Windturbinen in unsere schöne Landschaft zu stellen.
- dass uns der Staat zwingt, unseren Energiebedarf massiv zu reduzieren, was unseren Komfort spürbar beeinträchtigen wird.
- dass der Staat die Ermächtigung erhält, unseren Energiekonsum engmaschig zu überwachen.
- dass durch die stark schwankende Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie die Stabilität der Stromnetze gefährdet wird.



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25%
(8 Stimmen)
adrian michel sagte April 2017

Lieber Herr Maletinsky

Sie werden es beim schreiben Ihrer Zeilen schon selbst bemerkt haben: Sie akzeptieren, dass die 40% Kernenergie in naher Zukunft fehlen werden - und wünschen, dass dieser markante Umbruch sich ohne irgendwelche Einschränkungen, ohne Massnahmen, ohne alternative Energiequellen und Mehrkosten abspielen möge.

Nicht realistisch.



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50%
(2 Stimmen)
Martin Maletinsky sagte May 2017

Lieber Herr Michel,

Sie interpretieren sehr viel in meine Zeilen, was ich so weder geschrieben habe noch denke.

35% der Stromproduktion welche heute die AKWs beitragen werden mittelfristig aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der politischen Akzeptanz wegfallen, soweit sind wir uns glaube ich einig.

Wie kommen Sie aber darauf, dass ich jegliche alternative Energiequellen ablehne?
In erster Linie (und dies wird mit oder ohne Energiegesetz geschehen) wird der wegfallende Atomstrom vermutlich durch Gaskombikraftwerke kompensiert (entsprechend plant das BFE bereits den Bau solcher Anlagen und selbst Doris Leuthard mochte diese auf Medienanfrage nicht ausschliessen).
Dane​ben bin ich auch nicht gegen Effizienzmassnahmen im Bereich des Stromkonsums. Diese sollten aber nicht zu drastischen Einschränkungen unserer Lebensweise führen (z.Bsp. Wohnräume die nicht mehr gelüftet werden dürfen, gewisse Aktivitäten die zu gewissen Tageszeiten verboten sind, ...) und auch die Kosten sollten in einem vorhersehbaren und verkraftbaren Rahmen bleiben.
Schlussendl​ich sehe ich auch Potential in gewissen erneuerbaren Energiequellen. Zu allererst die Wasserkraft, die erneuerbare Energiequelle schlechthin, welche bereits heute 2/3 unserer Stromproduktion ausmacht und welche vom Energiegesetz leider sehr stiefmütterlich behandelt wird. Es wäre sinnvoll, hier Geld für Modernisierungen und Effizienzsteigerungen​ bereitzustellen, was das Energiegesetz leider nicht tut.
Daneben würde ich auch Biogas als Energiequelle fördern, wobei ich hier nur von einem beschränkten Potential ausgehe.
Schlussendlich sollte die Geothermie trotz einiger Rückschläge weiterverfolgt werden - momentan ist sie leider aber noch nicht soweit, einen signifikanten Beitrag an die Stromproduktion leisten zu können.

Was die Sonnenkraft betrifft, denke ich dass man diese mit entsprechender Rücksicht auf historische Bauten und Ortsbilder durchaus etwas ausbauen könnte. Auf Industriehallen, Sportanlagen, Einkaufszentren oder an Autobahn-Schallwänden​ gäbe es dafür eigentlich viel Platz - leider wird mit dem Energiegesetz die Tür zu völligem Wildwuchs in diesem Bereich geöffnet und der Heimatschutz zur Makulatur.

Die Windkraft schlussendlich ist der unsinnigste Teil des Energiegesetzes. Diese wird selbst im vorgesehenen massiven Ausbau (1000 Windturbinen) niemals einen massgeblichen Beitrag zur Stromproduktion liefern können und produziert dann wenn der Wind bläst, nicht wenn Strom benötigt wird. Schaut man sich den immensen Schaden an, welchen die Windkraft an Landschaft und Natur verursachen, sowie die Beeinträchtigung von Gesundheit und Wohlbefinden der betroffenen Anwohner so steht dies in keinem Verhältnis zum geringen Nutzen. Aus diesem Grund wäre nach meiner Meinung auf die Windturbinen gänzlich zu verzichten.


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69%
(16 Stimmen)
Karlos Gutier sagte April 2017

Man kann sich Italien als Vorbild nehmen, die wollen oder wollten ein AKW, für sich, in Polen bauen.

Oder Österreich, die wollten kein AKW auf ihrem Staatsgebiet haben und beziehen nun ihren Strom von AKW's in der Tschechei.


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53%
(15 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte April 2017

Ich denke am besten können Ihnen die Franzosen Antwort geben,die sage und schreibe 60 AKW betreiben und keine Maus denkt dort daran,diese in den nächsten Dekaden still zu legen!Darum frage mich schon,wie man plötzlich ..Knall und Fall..!!l auf die Idee kommt,unsere in der CH still zu legen,ohne wirklich real eine Alternative in den Händen zu haben.Sind wir den tatsächlich sooo viel klüger,und weiter,als unsere Nachbarn im Westen?....,oder ist es einfach wieder einmal ein neues Geschäfts-Modell,wo sich ein neuer Kreis von "Anwärtern" mit alternativen Stromanbietern,mit Hilfe von Staat und Steuerzahlern den grossen "Reibach" erhoffen??....,ohne wirklich etwas am realen Strombedarf,der nur mit AKWs oder alternativen Gas-und Kohlekraftwerken gedeckt werden kann,beizutragen!!!..​.Nein für mich ist das nicht wirklich durchführbar,sonst wären andere Länder längst auf diesen "Zug" aufgesprungen..!!..di​eses Sonderzüglein wird so oder so entgleisen..!!..darum​ von mir ein klares NEIN ..!..zu oft ist das CH Volk in letzter Zeit den Berner Versprechungen auf den Leim gekrochen,mit dem üblichen schalen Nachgeschmack..!


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47%
(17 Stimmen)
Hans Knall sagte April 2017

Die Schweiz sollte auch im Energiebereich eigene Wege gehen um sich für die Zukunft eine gesicherte Lage zu erarbeiten.
Warum könnte man die Schweiz nicht quasi als "Batterie Europas" positionieren?

Mit unseren Speicherseen und mit Kernkraftwerken der neuesten Generation könnte die Schweiz immer dann Strom ins Netz einspeisen, wenn Wind- und Sonnenkollektoren grad mal nicht liefern. Damit ist auch ein Gewinn zu machen, der die hohen Kosten von neuen Atomkraftwerken rechtfertigt: Tagsüber und bei Sonnenschein, wo der hochsubventionierte, erneuerbare Strom im Überfluss vorhanden und damit spottbillig zu haben ist, kann die Schweiz als Abnehmer fungieren. Auf der anderen Seite kann sie in der Nacht oder bei schlechtem Wetter, den Mangel an Energie im Netz massgenau und sauteuer beliefern.

Wir hätten wahrscheinlich die effizienteste, profitabelste, sicherste und erst noch umweltfreundlichste Energieproduktion der Welt.


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50%
(12 Stimmen)
Alex Schneider sagte April 2017

Nein, neue AKW will ich auch nicht. Aber wissen Sie, welche Speicher- oder Importmöglichkeiten wir in Zukunft haben werden? Wie werden wir entscheiden zwischen Import und Gaskombikraftwerken? Können wir Importenergie irgendwann einmal mit einer Abgabe belasten? Wird das die EU zulassen? Alles offene Fragen, die wir nicht unter dem Druck eines Reduktionsziels beantworten sollten.



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44%
(16 Stimmen)
adrian michel sagte April 2017

Und noch dies: Jede Technologie hat ein Ablaufdatum!
Unseren​ Piloten muten wir auch nicht unbegrenzt veraltete Technologie zu:
Dienstzeit Mirage: 1966 - 1993/2003
Dienstzeit​ Tiger: 1978 – 2025


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