Politisches System > Direkte Demokratie,

Wo steht die SVP nach der SBI?

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Die Schlacht ist ge­schla­gen, das Schwei­zer Volk hat seine Mei­nung zur "Selbs­be­stim­mungs­​​​-I­ni­tia­ti­ve" (SBI) kund ge­tan. Das Re­sul­tat ist alles an­dere als er­freu­lich für die SVP - und auch für ge­wisse Ex­po­nen­ten hier im Fo­rum. Ich mag mich gut er­in­nern, dass ein Re­sul­tat von 70% Ja vor­her­ge­sagt wurde - ge­blie­ben ist nicht mal die Hälf­te: 33%. Also ein Drit­tel. Mi­ni­mal mehr als die SVP zu­sam­men mit den Rechts­aus­sen-­Par­t​​​eien bei den letz­ten Par­la­ments­wah­len er­rei­chen konn­ten. Und in kei­nem ein­zi­gen Kan­ton hat es zu einem Ja gereicht.

Zudem hat sogar Hans-Ueli Vogt (der "Vater" der Initiative) eingeräumt, dass die Gegner scheinbar die besseren Argumente gehabt hätten, nur der Rösti ist immer noch der Meinung, dass der SVP unrecht getan worden sei, weil im Komitee nicht nur SVP-Leute waren (stimmt, es waren noch welche von noch weiter rechts dabei...!) und dass es ein Thema gewesen wäre, das die gesamte Bevölkerung angegangen wäre (Ach, welche Abstimmung tut es das nicht...?).

Spannt man den Bogen von diesem Wochenende noch weiter, dann zeigt sich ein noch verheerenderes Bild als es die SBI zeigt:

  • In Bern kam die Steuersenkung für Unternehmen nicht durch, dafür die Gelder für unbegleitete minderjährige Asylsuchende - beides Themen, die die SVP noch so gerne beackert und sich bei den Delegiertenversammlun​​​gen damit brüstet, die Parolen "Einstimmig ohne Enthaltungen" zu fassen...
  • In Graubünden kommt der Lehrplan 21 - ebenfalls ein Feindbild der SVP

 

Im Endeffekt sieht man, dass die SVP zwar die eigene Basis geschlossen hinter sich sieht - aber ausserhalb dieser Basis nicht mehr zu holen ist.

 

Woran liegt das?

Aus meiner Sicht hat dieser Grabenkampf folgende Ursachen und Gründe:

  1. Die SVP verharrt auf ihren Extrempositionen und ist nicht fähig, Kompromisse einzugehen. Zugeständnisse (welche gerade in der Schweizer Politik notwendig sind!) werden keine gemacht, denn schliesslich ist die eigene Position ist nach SVP-Selbstverständnis​ die einzig Richtige. Denn die SVP ist ja die einzige Partei, die sich für die Schweiz einsetzt (jedenfalls in der Innensicht).

     

  2. Diese​s Selbstverständnis der SVP hat je länger je mehr die Züge einer religiösen Vereinigung und nicht einer politischen Partei:
    * Es wird das Märtyrertum zelebriert ("Wir sind die Einzigen, die....")
    * Eine Parteileitung verkündet irgendwelche Parolen und die SVP-Mitglieder (gerade die, die hier in diesem Forum sind!) verkünden diese eisern weiter.
    * Eine Diskussion mit Menschen anderer Meinung kommt normalerweise nicht zustande, auf Argumente wird nicht eingegangen.
    * Menschen, die nicht der eigenen Meinung sind, sind generell unglaubwürdig, gekauft oder unpatriotisch. Es wird ihnen pauschal vorgeworfen, die Verfassung zu brechen nur weil ihr Horizont noch weiter geht als Art. 121a (der heilige Gral der SVP).
    * Es ist sogar OK, zu lügen solange das höhere Ziel erreicht werden kann (Inserate des Egerkinger Komitees in der Woche vor der Abstimmung in der Pendlerzeitung "20 Minuten").

  3. Die Parolen der Parteileitung werden durch die "Weltwoche" und bisher durch die "Basler Zeitung" effektiv unter die eigene Wählerschaft gebracht. Dummerweise wurden diese beiden Publikationen kaum mehr von Nicht-SVP-Sympatisant​en gelesen. Das führte dazu, dass die SVP-Wählerschaft immer mehr in einer sog. "Bubble" leben, in welcher sie sich zwar in ihrer (SVP-)Meinung bestärkt sehen - aber andere Sichtweisen gar nicht erst zu Gesicht bekommen. Ob diese beiden Publikationen überhaupt den publizistischen Grundsätzen genügen ist zudem ein anderes zu diskutierendes Thema.
    Gerade für eine Partei, welche vordergründig die Demokratie als zentrales Thema hervorhebt, nicht ohne Fragezeichen...

  4. Grupp​en wie die Operation Libero haben von der Kampagnenführung der SVP gelernt und schaffen es, eine ähnliche Mobilisierung hinzukriegen. Dies, weil gerade junge Menschen gemerkt haben, welche Auswirkungen das Ja zur Masseneinwanderungs-I​nitiative für ihr eigenes Leben hatte.
    Während die SVP bereits an den Grenzen der Mobilisierung schrammt, hat die SVP-Gegnerschaft ihr Mobilisierungspotenti​al ebenfalls angezapft und hat aufgeholt.

 

Insgesam​t​ hat das Schweizer Volk endlich in der gesamten Breite erkannt, dass SVP-Initiativen nicht wirklich dem Wohle des Landes dienen, sondern mehr zur Spaltung des Landes beitragen.
Denn die SVP hatte in der Vergangenheit nicht wirklich die "Interessen des Volkes" im Fokus sondern war nur daran interessiert wie der eigene Wähleranteil und somit die eigene Macht gesteigert werden kann.

Am schönsten sichtbar war dies beim Thema der Bundesratswahl durch das Volk: Zuerst wurde dies als der "Königsweg der Demokratie" gepriesen - als Umfragen zeigten, dass bei einer Umsetzung dieser Pläne die SVP schlechter wegkommt als beim aktuellen System mit der "Zauberformel" wurden diese Pläne still und heimlich fallengelassen....

 

Ic​h weiss, die üblichen Verdächtigen werden nun laut aufheulen und diesen Punkten widersprechen. Sofern diese Widersprüche sachlich sind und auf begründeten Argumenten und Tatsachen beruhen freue ich mich.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



40%
(10 Stimmen)
Hans Knall sagte December 2018

Aus Ihrer Sicht, Herr Wolf, „verharrt die SVP auf Extrempositionen und ist nicht fähig, Kompromisse einzugehen“.
Das kann nur jemand plaschauern, für den die verfassungsmässige direkte Demokratie eine „Extremposition“ darstellt und für den „Kompromiss“ bedeutet, die Souveränität und die Bürgerrechte aufzugeben, ohne dass der sogenannte „Partner“ auch nur das geringste Entgegenkommen in diesen Kompromiss einbringt.

Dass nun genau das eintritt, was die Initiativbefürworter vorausgesehen haben, ist allerdings leider auch mit verblödeten Stereotypen von wegen die SVP sei böse und nicht genehme Zeitungen hätten falsche Behauptungen aufgestellt, nicht zu widerlegen.

• Der Rahmenvertrag, der die vollständige Übernahme des EU-Rechts, die Unterstellung unter die EU-Bürgerschaftsricht​linie, die Delegation der Judikative an den EuGH oder die Schleifung der Lohnschutzmassnahmen vorsieht, wird vom Bundesrat trotz den momentanen Verschiebungen um eine Woche oder der Lügen-Behauptung von „erreichten Ausnahmen“ vom Bundesrat unterschrieben werden. Ein Referendum dagegen wird mit denselben Drohungen und Erpressungen als „gefährlich für die Schweiz“ bekämpft werden wie bei der SBI.
• Die Durchfahrt von 60tönner-Lastwagen durch die Schweiz wird trotz der Alpeninitiative zugelassen.
• Tiertransporte über hunderte von Kilometern im Sinn von Waren werden erlaubt, um den EU-Forderungen nicht zu widersprechen.
• Der​ EU-Haftbefehl, bei dem auch Schweizer, ohne Einsprachemöglichkeit​ der Betroffenen oder des eigenen Staates, an ausländische Staatsanwälte ausgeliefert werden müssen, wird Tatsache.
• Die Kompetenz zur Besteuerung von Unternehmen wird der Schweiz entzogen werden.
• Die Mehrwertsteuer wird dem EU-Minimalquote von 15% „angepasst“ werden müssen.
• Dem Vertragsbruch durch die Erpressungen der EU (z.Bsp. Börsenäquivalenz) wird nichts entgegengesetzt werden.
• Das Schweizer Waffenrecht wird dem Entwaffnungszwang der EU angepasst. Ein entsprechendes Referendum wird wirkungslos bleiben, weil die damit verbundenen „völkerrechtlichen Verträge“ (Schengen) sonst „verletzt“ würden. Entweder wird ein negatives Resultat einfach nicht umgesetzt oder die Abstimmung wird aus demselben Grund gleich ganz für ungültig erklärt werden.
• Der „Migrationspakt“ wird nach einer „Grasdarüberwachsphas​e“ durch den Bundesrat allein ratifiziert werden. Ohne Volksabstimmung, denn er sei „unverbindlich“ und ein solcher Abschluss falle in die alleinige Kompetenz des Bundesrates. Desgleichen der „Flüchtlingspakt“.
•​ Und Vieles mehr.

Dann können Sie dann wieder kommen und von „Kompromissen“ und „Extrempositionen“ leiern. Nützen wird es nichts. Für mich sind Leute wie Sie Verräter an der Schweiz und ihren Bürgern. Ob nun mit oder ohne gutmenschlich-feige Rechtfertigungsversuc​he.

Dass die Schweiz und die Schweizer nicht selbständig über ihre eigenen Angelegenheiten bestimmen können, kann logischerweise auch durch ein diesbezüglich negatives Abstimmungsresultat nicht „akzeptiert“ werden. Denn ein freier Mensch kann Sklaverei und Untertanentum grundsätzlich nicht akzeptieren.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

40%
(10 Stimmen)
Dany Schweizer sagte December 2018

Korrigiere meine Aussage: -> Grundsätzlich​ sehr gut geschrieben, aber:

Aus Sicht von Herrn Wolf scheinen seine Aussagen zu stimmen. Aber ob diese tatsächlich mit der Effketivität zusammenhängen, dürfte bezweifelt werden.

Da Herr Wolf aber allen Stimmbeteiligten in den "Kopf" schauen können, warum sie so abgestimmt haben, wird es sicherlich stimmen, was er schreibt.

Ich für mich akzeptiere einfach diese Entscheidung vom Volk und versuche nicht im Nachhinein mich zu rechtfertigen oder zu brüsten, warum meine Meinung nun gestimmt oder nicht gestimmt hätte.

Lassen wir einfach die Zeit für sich arbeiten und widmen uns den Fakten zu. Sich in der Vergangenheit zu schwelgen ist wie üblich einfach aber bringt genau das, was heute zuviel gemacht wird. Es wir nur gelabbert statt geklotzt. Und darum möchten die EU-Turbos auch gerne in die EU. Als Vorreiter kann oder darf man sich nicht dem grossen Mehr anpassen, sonst sitzt man auch nur auf dem Sofa, und wartet auf den nächsten Entscheid.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

69%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte December 2018

Wer keinen brexit 2.0 will, sagt nein zur Kündigungs-Initiative​.

Die SVP in den Rollen der Hofnarren Johnson, Farrage, Gove und Aristokraten die sich im viktorianischen Zeitalter wähnen? Nein Danke!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(9 Stimmen)
Simon Matt sagte December 2018

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung.

Die SVP bringt weitere Initiativen wie die SBI zur Abstimmung.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



37%
(19 Stimmen)
Hans Knall sagte November 2018

Vogt hat nicht gesagt, dass die Gegner „bessere“ Argumente gehabt hätten. Er hat gesagt, dass sie „mehr“ (Lügen-) Argumente gehabt hätten. Und damit hat er Recht.

Während die Befürworter einzig generell die Einschränkung der direkten Demokratie verhindern wollten, die in allen Belangen zum Zug kommen sollte, haben die Gegner mit Behauptungen „argumentiert“ wie „die Menschenrechte würden abgeschafft“, „der gute Ruf der Schweiz würde Schaden nehmen“, „die Bilateralen Verträge seien gefährdet“, „der Zugang zum EU-Binnenmarkt würde versperrt“, „es würden Verträge gebrochen“ und ähnlichen Schwachsinn.

Wer auch nur eines dieser Schlagworte ohne jegliche Grundlage geglaubt hat, hat ohne sich weiter mit der grundsätzlichen Frage auseinanderzusetzen, einfach nein gestimmt. Eine devote Angstreaktion. Die durch eine Symbiose von Gewerkschaften, Linkspopulisten und EU-Fans mit milliardenschweren internationalen Wirtschaftsbossen (ansonsten deren ärgsten Feinde) gesteuerte Anti-Schweiz-Propagan​da hat bei den zunehmend der direkten Demokratie gegenüber gleichgültigen Schweizerdarstellern verfangen.

Die Folgen werden umgehend sichtbar werden. Der als „Rahmenvertrag“ verbrämte Ermächtigungsvertrag an die EU wird bereits in wenigen Wochen Tatsache, die Entwaffnung der Bürger wird mit der Einschränkung des Waffengesetzes vorangetrieben, der Migrationspakt nach einer Scheindebatte im Parlament (mit den Wendehalsstimmen der FDP, BDP, CVP usw) umgehend akzeptiert und die EU-Bürgerrichtlinie wird eingeführt werden.

Und man glaube nicht, dass diese Volksrechtsentmachtun​gen bindenden Volksabstimmungen unterworfen würden. Entweder werden sie mit dem Verweis auf übergeordnete „Völkerrechtliche Verträge“ gar nicht zugelassen, mit der Drohung der Guillotineklausel verhindert oder mit als „nicht verbindlich“ erklärten Scheinfloskeln dem Referendum entzogen werden. Und sonst steht ja immer noch die nun vom „Volk“ bestätigte Variante der Nichtumsetzung zur Verfügung.

Die schon bisher oft verwendete fatalistische Sprachregelung, „die Obrigkeiten machen ja sowieso was sie wollen“ wird zum Standardverständnis der erdrückenden „Mehrheit“ unseres Sklavenvolkes.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



50%
(16 Stimmen)
Werner Nabulon sagte November 2018

Dass die SBI abgelehnt wurde, ist Tatsache.
Ich persönlich sehe es als Verlust für die Schweizer Demokratie, wie schon manch eine Abstimmung. Was mache ich als SVPler? Weiter wie bisher, versuchen, Gegensteuer zur Direkten Demokratie Aushöhlung zu geben.
Wenn dann wieder so unsinnige Sachen aus Brüssel oder der EMRK kommen, kann ich nur darauf hinweisen, ich hab getan was ich konnte, Abgestimmt.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



50%
(16 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte November 2018

Die Schweiz geht nicht unter mit diesem Resultat.
Aber die Schweiz hat eine Chance verpasst, der Welt und der EU klar zu sagen, wo sie steht.

Nun ist es so, dass die Kuhhorn-Initiative der Selbstbestimmungs-Ini​tiative sozusagen die Show stiehlt - alle Welt lächelt über dieses "Problem". Am Ende aber muss das die Schweizer mit Stolz erfüllen. Zeigt es doch aller Welt, was direkte Demokratie bedeuten kann.

Zu den Anwürfen an die SVP:
Solange es keine andere Partei gibt als die SVP, die das Problem der zunehmenden Ueberbevölkerung in der Schweiz und in Europa erkennt, wird die SVP die stärkste Partei bleiben. Das hat nichts mit extremen Ansichten oder gar mit Verschwörungstheorie zu tun. Dass eine Frau in Deutschland durchschnittlich 1,5 Kinder zu Welt bringt (Fertilitätsrate), während in Niger 6,5 Kinder pro Frau zur Welt gebracht werden, ist für den europäischen Kontinent eine Gefahr! Fatalerweise sehen dies nur die sog. Rechtsparteien.
https://www.cia.gov​/library/publications​/the-world-factbook/r​ankorder/2127rank.htm​l
und Niger
https://www.dw​.com/de/76-kinder-pro​-frau-geburten-boom-i​m-%C3%A4rmsten-land-d​er-welt/a-19082898


Seit Beginn der 50-er Jahre hat sich die Einwohnerzahl der Schweiz fast verdoppelt…
Das sind Fakten. Die haben nichts mit Nationalchauvinismus zu tun.

Die Operation Libero ist nicht liberal.
Es ist eine Gruppe Linksintellektuelle - vielleicht nicht ganz so extrem.
Das ist an sich nichts Böses.
Die hat es immer gegeben und nicht zum Nachteil.
Aus meiner Sicht jedoch denken sie zu kurzsichtig.
Sie sollten sich sagen, wie sieht Europa in 50 Jahren aus.
In der Regel werden diese mit zunehmendem Alter vernünftiger.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



33%
(18 Stimmen)
Hans Knall sagte November 2018

Dieses Mail von Freunden aus Amerika hat mich heute erreicht:

Separate​​ly, the Swiss decisively rejected an initiative that would have given Swiss law priority when referendum results conflicted with international agreements. Analysts had worried that the proposal, known as the Self-Determination Initiative, would have complicated Switzerland’s relationship with the European Union if it had passed. But the measure failed with about two-thirds of voters against it. WSJ

The 8 million Swiss think they might have a convincing vote and not loose their independence amongst the non elected bureaucrats that now occupy 55% of all office space in Belgium…

The Swiss seem to like their total government inspired illuminati. They just love to follow their rules. I was even surprised in Sion on a tree lined street they don’t even bother to put up a no parking sign… because Swiss won’t even dare to drive over their beautiful granite curbs to park between the trees, it’s just not done.

(Unabhängig lehnten die Schweizer gestern eine Initiative entschieden ab, die der Schweizer Gesetzgebung Priorität eingeräumt hätte, wenn die Ergebnisse des Referendums mit internationalen Abkommen in Konflikt geraten. Analysten hatten Bedenken, dass der Vorschlag, der als Selbstbestimmungsinit​​iative bekannt ist, die Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union kompliziert hätte, wenn sie angenommen worden wäre. Die Massnahme scheiterte jedoch mit rund zwei Dritteln der Wähler dagegen.
Die 8 Millionen Schweizer glauben, dass sie eine überzeugende Stimme haben und sie ihre Unabhängigkeit unter den nicht gewählten Bürokraten nicht verlieren, die bereits jetzt 55% aller Büroflächen in Belgien einnehmen. Die Schweizer scheinen ihre von der Regierung inspirierten Illuminaten zu mögen. Sie lieben es einfach, ihre Regeln zu befolgen.

Ich war sogar überrascht, in Sion in einer von Bäumen gesäumten Strasse, wo sie gar nicht erst ein Parkverbotsschild aufstellen müssen… weil die Schweizer es nicht einmal wagen, über ihre schönen Granitsteinpflaster zu fahren, um zwischen den Bäumen zu parken.)

Meine Antwort:
A disaster for all people in the world who have so far interpreted Switzerland as the epitome of civil liberties. When I go out on the street I will have to accept that two thirds of the people I will see there are Uncle Tom's and volunteer slaves. At least that's what's unique about this degenerate country...
Deeply ashamed, Hans

(Ein Desaster für alle Menschen der Welt, die die Schweiz bisher als Inbegriff der Bürgerfreiheit interpretiert haben. Wenn ich auf die Strasse gehe, werde ich mich damit abfinden müssen, dass zwei Drittel der Leute die ich dort sehen werde Onkel Toms und freiwillige Sklaven sind.
Wenigstens das ist noch Einzigartig an diesem verkommenen Land…
Tief beschämt, Hans)


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(16 Stimmen)
jan eberhart sagte November 2018

Mal sehen, ob die "Volkspartei" SVP nun den Wählerwillen akzeptiert oder nicht.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

47%
(15 Stimmen)
jan eberhart sagte November 2018

Die Isolierung der SVP hat funktioniert. Ohne Zustimmung anderer konservativer, die nicht per se SVP wählen oder anderer Mittte-Kreise, kann die SVP eine Volksinitiative nicht gewinnen.

Ebenso genügt es nicht, mit einem "Online-Referendum" 50'000 Unterschriften zu bekommen, wenn man dann nicht über 30% Nein hinauskommt.

Eine Symbol-Abstimmung von einem urchigen Bergbauern ist zwar gar nett, aber ich denke, die mangelnde Medienaufmerksamkeit hat auch viele negative Berichterstattung verhindert. Die romantischen Städter haben zugestimmt, die Bauern-Kantone haben abgelehnt.

Ausserd​em ist das Rahmenabkommen noch in der Schwebe und auch der UNO-Migrationspakt muss noch vors Parlament, obwohl der BR alleine entscheiden wollte.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

57%
(14 Stimmen)
Dany Schweizer sagte November 2018

Herr Wolf

Grundsätzlich​ sehr gut geschrieben, aber:

1. Ihre Ansicht. Genauso kann man erklären, dass die SP sich stur verhält und einen Kompromiss verweigert. Aussenparteien haben immer einen "Extremstandpunkt" welcher sie in diese Position verschieben. Zu behaupten, dass expliziet die SVP nun nicht Kompromissbereit sei, ist falsch

2. Wer tatsächlich lügt, dürfte wohl eher an der Interpreation liegen. Wenn ich Hernn Levrat zuhöre, dann hat er genau das gleiche Bild wie Sie. Das Feindbild SVP. In jedem Satz, den er preisgibt, will er die "Schandtaten" dieser Partei erörtern.

3. Sie scheinen somit auch zu Jenen gehören, die andere Gesinnungen als "Blubb" ansehen. Sie können scheinbar nicht akzeptieren, dass es viele Meinungen gibt, und nicht nur die Ihre. Das ist die Demokratie, welche nun in dieser Abstimmung entschieden hat. Ob und in welcher Form wir das nun erleben, wird sich zeigen. Vorhersagen, wie: Diese Partei liege völlig falsch, entspricht Ihrer Interpreation. Nur weil nun das Volk in dieser Abstimmung ein Nein gegeben hat, muss die Grundrichtung der Gedanken aber nicht falsch sein. Aber Sie zeigen somit, dass auch Sie scheinbar ohne Kompromissbereitschaf​t sind. Denn auch eine abgelehnte Initiative hat "Gutes" im Grundgedanken, welchen man übernehmen und ausarbeiten könnte, wenn man Kompromissbereit wäre.

4. "Dies, weil gerade junge Menschen gemerkt haben, welche Auswirkungen das Ja zur Masseneinwanderungs-I​​nitiative für ihr eigenes Leben hatte."

woher Wissen Sie das? Die MSI wurde nicht (oder nur minimalst umgesetzt). Eine tatsächliche Veränderung hat es nicht gegeben. Woher möchten Sie somit erkennen, dass die jungen Menschen etwas gemerkt haben wollen?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

58%
(19 Stimmen)
Frank Wagner sagte November 2018

Die SVP ist zwar wählerstärkste Partei (noch), aber man vergisst dort gern das man trotzdem nur ca. 30% der Bevölkerung repräsentiert. Wenn man dann Abstimmungen verliert ist man schnell mit Verschwörungstheorien​ zur Hand, weil man sich einfach nicht vorstellen kann warum Menschen anders denken als sie selbst. Warum das so ist, ist schnell erklärt:

https://d​e.wikipedia.org/wiki/​Dunning-Kruger-Effekt​




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?