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Zur Abstimmung über den Gripen

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Zur Ab­stim­mung über den Gripen

Könnten Sie nicht vergast oder gepfählt werden?

Wir befinden uns im Jahr 1932. Ein Freund ist bei einer netten Familie irgendwo in Europa zu Gast. Die zwei kleinen Kinder spielen am Boden. Die Eltern sind strikt gegen eine Landesverteidigung, da nach den Schrecken des 1. Weltkrieges ein Krieg in Europa „schlechterdings nicht vorstellbar“ sei (steht wörtlich auch so im „Sicherheitsbericht“ der SPS vom August 2011), und dass Geld für Flugzeuge und andere Waffen Geldverschwendung sei. Da fragt der Besucher, falls es doch zum Krieg komme, könnte ihre Familie dann nicht vergast werden? Empört antworten die beiden dem Gast, er sei wohl wahnsinnig geworden. 1942 wurde die ganze friedliche Familie, die niemandem je ein Leid angetan hatte, die von keiner eigenen Armee geschützt werden konnte, aus ihrer Wohnung geholt, in Güterwagen in ein Lager transportiert und dort vergast, wie 6 Millionen anderer, völlig friedlicher Frauen, Männer und Kinder, die alle 1932 noch geglaubt hatten, ein Krieg in Europa sei für immer ausgeschlossen.

Wir befinden uns im Jahr 1930. Ein europäischer Gast sitzt mit einer hübschen 20-jährigen Chinesen beim Essen. Als sich die Chinesin mit den Essstäbchen ein köstliches Jiaozi in den Mund schieb und einen Schluck Jasmintee trinkt, fragt der Europäer ganz unvermittelt, ob ihr Land nicht eine starke Armee haben sollte, damit es nicht in einen eventuellen zukünftigen Krieg gerissen und sie dann tagelang von fremden Soldanten vergewaltigt und schliesslich durch Pfählen durch die Vagina ermordet werde? Die Chinesin meint, ein Krieg sei „schlechterdings nicht vorstellbar und empfiehlt dem Gast, einen Schamanen aufzusuchen, der seine Seele von solch schrecklichen Vorstellungen befreien könne. 1938 wurde sie (und 20'000 anderer junge Frauen in der gleichen Stadt) einen Tage lang von fremden Soldaten vergewaltigt, die ihr dann einen Pfahl durch die Vagina in den Unterleib trieben, an dem sie viele qualvolle Stunden später starb, (und wo 320'000 andere Frauen, Kinder und Männer, auf viele andere Arten umgebracht wurden).

Ein europäischer Tourist fährt 2009 in Brisbane an einer Stelle vorbei, wo gerade ein schönes neues Familienhaus gebaut ist. Zufälligerweise steht die zukünftige Besitzerin gerade davor und schaut sich den Baufortschritt an. Der Tourist hält kurz an und fragt, ob sie nicht fürchte, an dieser Stelle könnte ihr Haus von grossen Überschwemmungen weggespült werden? Der Frau antwortet, sie höre am Dialekt des Fremden, dass er die Gegend nicht kenne. Hier sein immer gutes Wetter, grosse Überschwemmungen seien „schlechterdings nicht vorstellbar und ihr bald fertiges Haus werde auch in 100 Jahren noch da stehen. 2 Jahre später wurde es mit zwanzigtausend anderen Häusern nach sintflutartigen Regenfällen weggespült.

Diese Geschichten, deren erster Teil jeweils erfunden ist, könnten – leider – mit Beispielen aus heutiger Zeit weitergeführt werden.

Weil der Verfasser im Gegensatz zu so vielen anderen „getreuen lieben Miteidgenossen und besonders Miteidgenossinen“, keine Illusionen über die menschliche Natur und mögliche Entwicklungen hat, will er eine sehr starke Armee und Luftwaffe, die einen Krieg mit all seinen Schrecken vom Land fernhalten kann.

Gotthard Frick, Bottmingen


Kommentare von Lesern zum Artikel

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83%
(6 Stimmen)
Helmut Barner sagte May 2014

Herr Frick, da gibt es noch andere grausame Geschichten. Auch aus unserem Land. 1918. Da schiesst Schweizer Militär auf Befehl auf unbewaffnete Schweizer Arbeiter. Nur weil die verlangen:

1.Neuwa​hl des Nationalrates nach dem Proporzsystem
2.Frau​enstimmrecht
3.Einfü​hrung einer Arbeitspflicht
4.Bes​chränkung der Wochenarbeitszeit (48-Stunden-Woche)
5​.Reorganisation der Armee zu einem Volksheer
6.Ausbau der Lebensmittelversorgun​g
7.Alters- und Invalidenversicherung​
8.Staatsmonopole für Import und Export
9.Tilgung der Staatsschulden durch die Besitzenden

Es gibt Tote, wehrlose, unbewaffnete "Brüder"! Das einzige Mal, dass Schweizer Militär scharf schiesst im letzten Jahrhundert, oder? Und bereits gibt es heute ja wieder Politiker, die unterscheiden zwischen guten, weniger guten und noch nie guten Eidgenossen. Diese Gefahr schafft kein Gripen aus der Welt! Überhaupt keine! Er kostet nur und stammt eben auch noch aus der alten Zeit! Diese Steuermittel können sinnvoller eingesetzt werden, als die Träume einiger Ewiggestrigen zu erfüllen und ihnen ein neues Spielzeug zu schenken.


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27%
(15 Stimmen)
Hans-Jacob Heitz sagte May 2014

Naivität beherrscht die Debatte!
Wenn jemand wie in den Kommentaren hier den Eurofighter (zudem vom Hörensagen) als überlegen glaubt, soll sie/ er dies gefl. begründen! Es geht immer vergessen, was alles an Logistik hinter einem Flugzeug steht! Diesbezüglich sind Gripen und Schweden wegen ihrer Zuverlässigkeit überlegen. BR Maurer hat völlig recht, wenn er das Preis/ Leistungs-Verhältnis in die Waagschale wirft, denn der Gripen und Schwedens Industrie (inkl. Staat) sind wegen deren Zuverlässigkeit klar überlegen, ihren Preis wert. Im Übrigen ist schon bedenklich, mit welcher Naivität gewisse Leute in die Welt hinausschauen und argumentieren.


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79%
(14 Stimmen)
adrian michel sagte May 2014

„Schlechterdings nicht vorstellbar“ ist auch, dass Mühlebergs Reaktor schmilzt, dass sich eine Immobilienkrise oder eine Rezession in der Schweiz anbahnt oder dass das Klima sich ändert. Tun wir aber auch grad mal nichts dagegen.

Mit Sicherheit wurde zu Zeiten der er ersten Menschen behauptet, dass die Beherrschung des Feuers oder der aufrechte Gang „schlechterdings nicht vorstellbar“ sei.

Von allen angesagten Katastrophen sind längst nicht alle eingetroffen.

Das ist sicherlich noch kein Grund für Leichtsinn. Andererseits ist es auch immer wieder beleibter aber schlechter Stil, mit eingetroffenen „Katastrophen“ politische Stimmung zu machen.


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25%
(16 Stimmen)
Lars von Lima sagte April 2014

Empfehlung:

Man schaue sich die Sendung im ZDF 'Die Anstalt' vom letzten Dienstag in der ZDF Mediathek an. Habe selten so gelacht betr. dem friedliebenden EU Projekt.

Weiter die Sendung Club von SRF, ebenfalls vom Dienstagabend. Das war mehr als deutlich.


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33%
(15 Stimmen)
Werner Nabulon sagte April 2014

Denke Herr Gotthard Frick, SP, so gefällt mir die SP.


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46%
(26 Stimmen)
Lars von Lima sagte April 2014

Wer schon rein äusserlich die Zeichen so setzt, dass man im Falle einer militär. Situation sich nicht wehren will, denkt nur in Maximalzsenarien.

Dass aber ein Land erpressbar und zu einem Poilit.-Spielball werden kann, weil es eben diesen inneren Wehrwillen aufgibt (und nach aussen auch gleich dokumentiert), muss kaum weiter diskutiert werden. Und an diesem Punkt sind wir nicht nur in der Schweiz.
Dass das sog. Friedensprojekt EU keines ist, wird jedem, der sich auch nur etwas informiert in diesen Wochen anhand der Ukraine klar.

Bundeswehrso​ldaten unter dem Mantel der OSZE in der Ostukraine mit Munition und gefälschten Pässen, ohne jegliches Mandat des deutschen Bundestages.

Es ist an Verwerflichkeit kaum noch zu überbieten, was rechtsfaschistische Agitatoren mit Hilfe von Black Water US Privatsöldnertruppen auf dem Maidan angerichtet haben.

Und nun spricht die Ukrainische Marionettenregierung mit äusserst schwacher Legitimation gegenüber denselben Freiheitsanliegen in der Ostukraine von den Dortigen als Terroristen.

Alles gedeckt durch Deutschland und die EU, mit Schulungsplätzen in Polen, wie jetzt heraus kommt.

Die Frage muss man sich stellen, wann die NPD bei Frau Merkel politisch korrekt als Koalitionspartner eingestuft wird.

Steinbrücks Indianerlis, Münteferings Kavallerie hatten wir schon und Ralph Stegner mit seiner Spinnereiaussage in Richtung Schweiz ergänzte das aggressive Denken, dass hintergründig in SPD Kreisen bereits mehr und mehr Platz greift.

In Deutschland beginnt die Öffentlichkeit zu erwachen und weite Kreise erkennen, was ihnen blüht, wenn die Atlantikbrücke, gesteuert aus den USA, so weiter macht.

Wird die militär. Lage in der Ukraine überregional und das ist zu befürchten, werden die Logsitkwege sofort zerschlagen. Der riesige US Drohnen Militärstützpunkt Ramstein bei München wäre u. a. sofort im Visier.

Auch in den USA nehmen Aufstände zu, weil Ombama + Co. die Rechte der US Bürger zunehmend und massiv beschneidet.

Die Schweiz liegt ca. 1000 KM von der Ukraine entfernt. Geht in Richtung Mitteleuropa los, kann sich Obama in seinem Polstersessel zurück lehnen und zuschauen, wie die störende wirtschaftliche Konkurrenz kaputt gemacht wird.

Das wurde übrigens im SRF, Der Club, gestern Abend, sehr gut erklärt.


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42%
(33 Stimmen)
Kathrin Wacker sagte April 2014

Ja, dass ist das Problem der Schweiz, die Gutgläubigkeit. Solange Menschen, die hier in die gut abgesicherte Soziale Gesellschaft einreist, in der niemand Hungern oder ohne Dach über dem Kopf Schlafen muss und trotzdem andere Menschen das Messer feige von hinten in den Rücken rammen, solange brauchen wir das Militär und den Gripen!


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