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Zwei Sichtweisen auf die Zeit nach Corona

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Man kann im Mo­ment die Zu­kunft aus zwei Sich­ten be­ur­tei­len. Die einte ist, dass der Raub­tier­ka­pi­ta­li​s­mus an seine Gren­zen ge­stos­sen ist und mit ihm die Glo­ba­li­sie­rung. Dies würde zu einer Re­gio­na­li­sie­rung​ der Wirt­schaft führen, zu einer So­li­da­rität mit den ein­hei­mi­schen Pro­du­zen­ten und zu mehr So­li­da­rität ganz all­ge­mein. Es kann auch ver­bun­den sein mit einer Ab­nahme des hor­ren­den Tem­pos un­se­rer bis­he­ri­gen Ge­sell­schaft. Viel­leicht ver­lie­ren sogar die Kon­zerne end­lich an Macht und wenn wir wirk­lich Glück ha­ben, hört auch die Ver­göt­te­rung der Ge­sund­heit auf Kos­ten der Le­bens­qua­lität auf und wir wer­den wie­der demüti­ger und natür­li­cher und ak­zep­tie­ren wie­der das Un­ver­meid­li­che.


Oder die Konzerne gewinnen und vernichten die Kleinen, die Politiker bauen den Polizei- und Überwachung-Staat aus und zerstören die letzten persönlichen Freiheiten. Es gibt Anzeichen, dass dies wegen der Indoktrination der letzten 30 Jahre im Bereich des Möglichen rückt. Das Volk ist derart verängstigt, dass es praktisch nichts mehr hinterfragt und für eine Zeit lang alles schluckt.


Da tut ein Blick in die Geschichte gut: Genauso, wie kein grosser Staatenbund wirklich lange existierte, genau so wenig duldete kein Volk auf Dauer Unterdrückung der Freiheiten. Gegen das Volk hat bis jetzt Schlussendlich jedes staatliche Gebilde den Kürzeren gezogen. Das macht mir Mut für die Zukunft, den das devote Akzeptieren aller staatlichen Massnahmen, wie es im Moment praktiziert wird, macht mir mehr Angst als dieses Virus. Solch devotes Unkritisches Verhalten nannte Hanna Arenth, welche im Zusammenhang mit dem Totalitarismus gefordert hat, dass man mit dem Denken dorthin muss, wo es weh tut: «Banalität des Bösen». Wer die momentane Situation analysiert und beobachtet, wie kritische Geister behandelt werden (Zum Teil sogar in der Psychiatrie landen), befürchtet das Schlimmste. Wenn Experten und Wissenschaftler die Macht in der Hand haben kommt selten was Menschliches zum Vorschein.

 

Michel Ebinger, Rotkreuz


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