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Herbert von Vaucanson

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Die merkwürdige Ausschlussklausel der SVP
Ein in­ter­essan­ter Gast­kom­men­tar von Phil­ippe Ma­stro­nardi in der NZZ im Hin­blick auf die an­ste­hen­den Bun­des­rats­wah­l

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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

Vor einer Stunde Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Herr Wobmann

Die Frage ist, wie die sexuelle Orientierung rechtlich definiert ist. Hier orientiert sich die Rechtsprechung an der Definition gemäss den Yogyakarta-Prinzipien​​​:

«Unter sexueller Orientierung versteht man die Fähigkeit eines Menschen, sich emotional und sexuell intensiv zu Personen desselben (homosexuell) oder eines anderen Geschlechts (heterosexuell) oder mehr als eines Geschlechts (bisexuell) hingezogen zu fühlen und vertraute und sexuelle Beziehungen mit Ihnen zu führen.»

Das ist auch in den Erläuterungen zur Anpassung des Art. 261bis des StGB so festgehalten.

Dass​​​ die Rechtsauslegung im Einzelfall einem gewissen – wie Sie sagen – «Zeitgeist» unterworfen ist, ist dagegen grundsätzlich und unabhängig von dieser Vorlage der Fall und kann daher kein Argument gegen diese spezifische Vorlage sein. Wollten wir nur noch Gesetze, deren Auslegung für immer und ewig eindeutig ist, müssten wir wohl den grössten Teil davon sofort aufheben. Aber das ist gar nicht nötig: Gesetze können jederzeit angepasst oder aufgehoben werden.

Zudem habe ich bereits angemerkt, dass weder Pädophilie noch Zoophilie strafbar sind, wohl aber sexuelle Handlungen mit Kindern bzw. Tieren. Daran ändert sich mit der Anpassung des Art. 261bis des StGB rein gar nichts. Insofern schiessen Ihre diesbezüglichen Ausführungen weit am Ziel vorbei.


Bezüglic​​​h Ihrer Faszination für Analverkehr und Ihren Ausführungen dazu nur so viel:

Die Bandbreite an möglichen und auch gelebten sexuellen Praktiken (Genitalverkehr, Analverkehr, Oralverkehr, Stimulation mit Händen und Füssen etc.) ist sowohl bei Hetero- als auch Homosexuellen sehr breit. Analverkehr ist keineswegs die einzige Möglichkeit für Homosexuelle, Sex zu haben.

Auch bei der vaginalen Penetration kann es durchaus zu Verletzungen kommen. Auch ist eine Vagina entgegen Ihrer Fantasie nicht immer feucht und bereit für die Penetration.

Das HIV-Infektionsrisiko mag für ungeschützten Analverkehr etwas höher sein als für ungeschützten Vaginalverkehr, das trifft für Hetero- und Homosexuelle aber gleichermassen zu.

Aber ich muss nochmals nachfragen: Inwiefern spielt diese sexuelle Praktik, die sowohl von Hetero- als auch Homosexuellen ausgeübt wird, in der Diskussion um Erweiterung der Strafnorm zu Diskriminierung und Aufruf zu Hasse überhaupt eine Rolle? Ich sehe den Zusammenhang nicht.


Schön finde ich, dass Sie erkannt haben, dass Homosexualität sowohl beim Menschen als auch bei Tieren völlig natürlich ist. Von einer «Entgleisung» würde ich aber nicht sprechen, die Natur leistet sich keine «Entgleisungen», die Natur ist eben nur sehr vielfältig.

Nicht nachvollziehbar ist dagegen Ihre Behauptung nach der nur nur Homosexuelle Tiere aussterben sollen? Leben heterosexuelle Tiere etwa ewig?

Falsch ist auch die Aussage, dass Homosexualität oder homosexuelle Individuen keine biologische Funktion erfüllen. Durch homosexuelles Verhalten wird beispielsweise die Bindung zwischen Individuen gestärkt. Auch nehmen homosexuelle Individuen oder homosexuelle Paare bei einigen Tierarten eine wichtige Funktion bei der Aufzucht der Jungen wahr und tragen so massgeblich zum Arterhalt bei.

Das ist übrigens auch beim Menschen nicht anders. Homosexuelle können sehr wohl auch Kinder zeugen oder auf die Welt bringen – und tun das auch.


Was an homosexuellen Verhalten also "falsch" sein soll, bleibt unerklärlich. Auch sind Sie schlecht über die Abstimmungsvorlage informiert: Die Anpassung des Art. 261bis StGB schafft keinen Sonderschutz von Homosexuellen, sondern stellt Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe - und schützt damit alle sexuellen Orientierungen gleichermassen. Nein stimmen dürfen Sie trotzdem - und auch Kritik äussern. Das verbietet Ihnen niemand.
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Vor einem Tag Kommentar zu
Zwielichtige neue Strafnorm
Wieso sollte ich? Diese Behauptung ist ebenfalls von Ihnen und meiner Meinung nach ebenfalls Humbug.
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Vor einem Tag Kommentar zu
Zwielichtige neue Strafnorm
Diese Wissenschaftler, die behaupten, Homosexuelle wären nicht in der Lage sich fortzupflanzen, müssen Sie mir mal zeigen, Herr Knall. Das ist nämlich absoluter Humbug.
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Vor einem Tag Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Herr Wobmann

Der Begriff «sexuelle Orientierung» ist rechtlich definiert und umfasst die Heterosexualität, die Homosexualität und die Bisexualität. Sexuelle Neigungen bzw. Präferenzen wie z. B. Pädophilie oder Zoophilie werden davon nicht erfasst.

Zu Ihrer (offensichtlich falschen) Behauptung, dass solche sexuellen Präferenzen «durch die Hintertür legalisiert werden sollen» ist zudem anzumerken, dass weder Pädophilie noch Zoophilie strafbar sind. Strafbar sind aber sexuelle Handlungen mit Kindern bzw. Tieren.

Darüber hinaus kann Homosexualität nicht mit der sexuellen Praktik des Analverkehrs gleichgesetzt werden. Einerseits haben lange nicht alle Homosexuellen Analverkehr und andererseits haben auch zahlreiche Heterosexuelle Analverkehr. Wieso Analverkehr in der Diskussion um Erweiterung der Strafnorm zu Diskriminierung und Aufruf zu Hasse also überhaupt eine Rolle spielen soll, ist nicht ersichtlich.

Um noch etwas zu Ihrer offensichtlich mangelhaften sexuellen Aufklärung beizutragen, sei angemerkt, dass sich weder die Übertragung Geschlechtskrankheite​n noch Verletzungen durch Geschlechtsverkehr auf den Analverkehr beschränken. Die Übertragungs- oder Verletzungsrate ist bei genitalem oder oralem Sex nicht kleiner.

Darüber hinaus sind sowohl Homosexualität als auch Analverkehr etwas völlig Natürliches. Sowohl beim Menschen als auch bei zahlreichen Tierarten ist ein gewisser Anteil an Individuen von Natur aus homosexuell orientiert und auch der Analverkehr wurde ist sowohl beim Menschen als auch im Tierreich verbreitet.
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Vor 5 Tagen Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Natürlich gehört das ins StGB - es ist ja auch entsprechend formuliert. Ich empfehle Ihnen, erste einmal sorgfältig den Abstimmungstext zu lesen, Herr Gutier, bevor Sie solche Kommentare posten.
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Vor 5 Tagen Kommentar zu
JA zum Schutz vor Hass!
Die Ergänzung des Art. 261bis StGB gilt für alle sexuellen Orientierungen, also auch für die Heterosexuellen. Es gibt kein Sonderrecht für Homosexuelle.
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Vor 5 Tagen Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Im Übrigen spricht das Gesetzt (wie Herr Bader schon zitiert hat) von der sexuellen Orientierung ganz allgemein. Da sind natürlich auch Heterosexuelle mitgemeint. Es gibt also keinen Sonderstatut für Homosexuelle.
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Vor 5 Tagen Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Homosexuelle werden mit der Anpassung der Rassismus-Strafnorm nicht als Rasse definiert, sondern gleich wie Angehörige einer Rasse, Ethnie oder Religion explizit vor Diskriminierung und Aufruf zu Hass geschützt. Dafür wird der entsprechende Artikel 261bis des StGB auch neu mit "Diskriminierung und Aufruf zu Hass" statt "Rassendiskriminierun​g" betitelt.
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Vor 5 Tagen Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Homosexuelle werden mit der Anpassung der Rassismus-Strafnorm nicht als Rasse definiert, sondern gleich wie Angehörige einer Rasse, einer Ethnie oder einer Religion explizit vor Diskriminierung und Aufruf zu Hass geschützt. Dafür wird der entsprechende Artikel 261bis des StGB auch neu mit "Diskriminierung und Aufruf zu Hass" statt "Rassendiskriminierun​g" betitelt.
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Vor 5 Tagen Kommentar zu
NEIN zur Änderung der Rassismus-Strafnorm
Wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie ihn bezeichnen sollen, dann fragen Sie ihn doch einfach. Oder bezeichnen Sie ihn als Mensch, das passt immer.

Bei der Erweiterung der Rassismus-Strafnorm geht es eben gerade nicht um die Herabwürdigung einer Einzelperson (das ist tatsächlich schon strafbar), sondern um die Herabwürdigung und Diskriminierung von Homosexuellen als Gruppe.
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